Die Radsport-Trends des Jahres 2018

Der Radsport schwingt sich in Deutschland in neue Höhen - (c) Quelle Bike Comedy Club via Twitter

Der Radsport schwingt sich in Deutschland in neue Höhen und ist dabei so beliebt wie nie zuvor. Dies ergab eine Erhebung des Dienstleisters Statista, der eine Anzahl von 6,35 Millionen Menschen als zumindest gelegentliche Rennrad-, Cyclocross- oder Gravel Bike-Nutzer attestiert. Im Jahr 2018 wird der Trend aller Voraussicht nach fortgesetzt und wird durch neue Entwicklungen nur noch gestärkt.

Unterschiede in Bremsen und Kombination mit Schaltung
Gleich eine Million Menschen mehr als zuvor sind seit 2013 auf den Sportgeräten unterwegs. Bei diesen geht der Trend eindeutig zu Scheibenbremsen. Diese fanden ursprünglich nur bei Mountainbikes Anwendung, wurden aber seitdem langsam aber sicher auch an die Rennräder montiert. Es ist eine ganz bestimmte Kombination aus Straße und Gelände, die ohnehin momentan die Trends auf den Radmarkt bestimmt. Deshalb werden Felgenbremsen nur noch deutlich seltener verbaut, als dies früher der Fall war. Immerhin die Profiathleten nutzen sie noch immer regelmäßig. Auf die Veränderungen reagierten auch entsprechend die Hersteller der Produkte und schwenkten auf Disc-Only-Felgen um, die nicht mehr mit Felgen-, sondern nur noch mit Scheibenbremen genutzt werden können.

Der Profisport und dessen Entwicklungen sind jedoch stets im Sichtfeld der Produzenten. Wie kann die Technik, die Chris Froome und Co. bei der Tour de France fahren, auch auf die Straße gebracht werden? Ein Froome, der wieder einmal der große Favorit auf den Sieg bei der Großen Schleife ist, hängt mit seinem Sky-Team extrem vom technischen Fortschritt ab. Dieser Fortschritt beinhaltet mittlerweile die Funkschaltung, die als elektrohydraulischer Schaltbremshebel funktioniert. Die Kosten für eine solche Ausrüstung sind noch dementsprechend hoch und liegen bei über 2500 Euro. 2018 werden sich die Hydraulikbremsen im Allgemeinen weiter auf dem Vormarsch befinden, ob mit Funk oder ohne.

Gravel Bikes werden immer erschwinglicher
Cyclocross-Räder sind den meisten ein Begriff, werden sie doch im Sport eingesetzt. Insbesondere bei Querfeldein-Rennen kommen ihre Stärken besonders zur Geltung. Als Alternative zum Hochleistungsgerät bieten sich Gravel Bikes an. Diese kommen optisch recht ähnlich daher, besitzen den typischen Rennrad-Look und schmale Stollenreifen. Allerdings bleibt die Haltung des Fahrers verglichen mit dem Cyclocross eher aufrecht. Des Weiteren sind noch Gepäckstücke transportierbar. Der Vorteil für den Käufer liegt darin, dass die Bikes immer erschwinglicher werden: Heutzutage sind sie teils qualitativ hochwertig schon für unter 1000 Euro zu bekommen. Sie lohnen sich entsprechend der Stärkenbeschreibung vor allem für diejenigen, die neben Straßen auch Feldwege und andere Offroad-Strecken bevorzugen.

Ein besonders interessanter und finanziell lohnenswerter Trend ist 2018 das Dienstrad-Leasing. So ist es allen Arbeitnehmern möglich, sich mit oder ohne Beteiligung des Arbeitgebers ein Fahrrad zu mieten. Sollte Letzterer sich nicht beteiligen wollen, besteht nichtsdestotrotz weiterhin ein steuerlicher Vorteil. Neben Stadtrad, E-Bike und Rennrädern ist das Leasing eines Rads auch für Gravel Bikes sowie Cyclocross-Räder möglich. Neben dem Arbeitsweg darf das Rad auch im privaten Umfeld eingesetzt werden und erfährt hier keinerlei Begrenzungen im Umfang. Neben der Herstellern gibt es eigene Agenturen, die sich um das Dienstrad-Leasing kümmern. Sicher ist, dass 2018 vor allem von der innovativen Seite wieder einmal ein lohnenswertes Jahr werden sollte. Die Radwelt freut sich auf die Entwicklungen.

 

Der Radsport schwingt sich in Deutschland in neue Höhen - (c) Quelle Bike Comedy Club via Twitter
Der Radsport schwingt sich in Deutschland in neue Höhen - (c) Quelle Bike24 via Twitter

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Jörg Bornmann

Als ich im April 2006 mit Wanderfreak an den Start ging, dachte noch keiner an Blogs. Viele schüttelten nur ungläubig den Kopf, als ich Ihnen von meinem Traum erzählte ein reines Online-Wandermagazin auf den Markt zu bringen, welches eine hohe journalistische Qualität aufweisen kann, eine Qualität, die man bisher nur im Printbereich kannte. Mir war dabei bewusst, dass ich Reisejournalisten und Spezialisten finden musste, die an meine Idee glaubten und ich fand sie.