Fernsehtipp für Frühaufsteher 20.2.2016 - Die Huberbuam

21. Februar 2016 - 6:15
Fernsehtipp Wanderfreak Arte

Die Huberbuam

So 21.02. 06:15 - 07:00
ARTE

Reportage, 45 Min.

ShowView 9-520-976

Thomas und Alexander Huber sind Superstars der Kletterszene und wurden nicht zuletzt durch den Kinofilm 'Am Limit' weit über ihren sportlichen Fankreis hinaus bekannt. Die 'Huberbuam', wie sie genannt werden, stehen nicht nur für einen eigenen Kletterstil, sondern auch für Authentizität und einen starken Willen. Doch das Alter geht auch an den beiden Sportlern nicht spurlos vorüber. Nun wollen sie noch einmal zeigen, dass sie nach wie vor in der Lage sind, extreme Touren zu bewältigen.

Als ihre persönliche Schicksalsroute haben sie eine Wand gewählt, die sie bislang noch nicht bezwingen konnten und die als eine der schwersten überhaupt gilt: die 'Karma'-Route an der Steinplatte in der Region der Loferer Alm nahe Berchtesgaden. 'Diese Route steht für unsere Seilschaft als Brüder, für all die Konflikte, die es gab und die wir gelöst haben', sagt Thomas Huber.

Die 'Karma' steht aber auch für etwas, über das die Brüder noch nie öffentlich gesprochen haben. Thomas Huber nennt den 18. Januar 2011 seinen zweiten Geburtstag. An diesem Tag erfuhr er, dass der wenige Tage zuvor bei ihm festgestellte Nierentumor gutartig war. Eigentlich standen die Brüder damals kurz vor einer Expedition nach Patagonien, und Thomas wollte seinen Bruder nicht enttäuschen und die Reise antreten. Aber Alexander riet seinem Bruder dringend zum Verschieben der Reise. Schließlich sei nun ja alles gut gegangen, und auch deshalb solle jetzt die 'Karma' der krönende Abschluss ihrer Karriere als Extremkletterer werden.

Für den Tag der Begehung bereiten sich die Brüder getrennt vor. Thomas übt wieder und wieder, auch zusammen mit seinem zwölfjährigen Sohn Elias, im Boulderraum bestimmte Griffe und Sprünge, die er dann an der Felswand in spektakuläre Züge umsetzt. Und Alexander klettert in einem extrem akrobatischen Stil Routen mit höchsten Schwierigkeitsstufen, um später die Stütze für seinen Bruder sein zu können, die dieser nach seiner Erkrankung und dem Trainingsrückstand braucht.

 

Die Dokumentation zeigt die Brüder auch außerhalb der Bergwelt: etwa wenn sie Musik machen oder von alten Zeiten reden und dabei Dinge offenbaren, die man von den Huberbuam noch nie öffentlich gehört hat. (Senderinfo)

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