Fernsehtipp - Messner

4. April 2016 - 22:15
Fernsehtipp Wanderfreak 3Sat

Mo / 22:25 / 3sat

Messner

Dokumentation / D 2012

 

Er hat als erster Mensch alle Achttausender dieser Welt bestiegen, die Grenzen des Menschenmöglichen ausgelotet und den modernen Alpinismus revolutioniert: Reinhold Messner. Der Film wurde mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, unter anderem mit dem Grand Prix des 30. Festival de Cinema de Muntanya de Torelló, dem Publikumspreis beim Trento Filmfestival und dem Grand Prix beim Internationalen Berg- und Abenteuer-Filmfestival Graz. In dem Dokumentarfilm von Andreas Nickel kommen neben Messner selbst auch Freunde und Verwandte zu Wort, darunter seine Brüder. So entsteht ein vielschichtiges Porträt einer faszinierenden Persönlichkeit, das zugleich eine spannende Familiengeschichte erzählt. Wie kein anderer Extrem-Bergsteiger verkörpert Reinhold Messner den unbedingten Willen, Grenzen zu überschreiten und ans Limit zu gehen. Er ist einer der berühmtesten Extremsportler unserer Zeit. In dem Film begibt sich Regisseur Andreas Nickel auf Spurensuche: Er zeichnet die Stationen von Messners Leben nach und spannt einen Bogen von der Kindheit in Südtirol über die Erfolge und Misserfolge bei den Bergexpeditionen bis hin zu seinem heutigen Leben. In dem einfühlsamen Porträt werden Archivmaterial und neue Interviews mit Spielszenen vereint. Dabei geht es in diesem Film weniger um das Erklimmen von Gipfeln, um Klettertechnik oder gar Heldentum. Vielmehr beschreibt "Messner" den unbedingten Freiheitsdrang eines Mannes, der Enge des Südtiroler Tals zu entfliehen, in dem er aufgewachsen ist, seine Freiheit in den Bergen zu suchen und dafür alle Widrigkeiten in Kauf zu nehmen. Reinhold Messner hat immer wieder die Öffentlichkeit beschäftigt: seine 14 Achttausender-Besteigungen ohne künstlichen Sauerstoff, seine neuen Routen an den schwierigsten Bergen der Erde, seine Durchquerungen von Wüsten aus Eis oder Sand, seine Lebenseinstellung, seine Bücher, seine Museen und seine Provokationen. Messner erzählt von seiner Kindheit, Jugend und seinen Expeditionen. Er selbst sieht sich als "Eroberer des Nutzlosen". Zu sehen sind zudem bildgewaltige Landschaftsaufnahmen der Dolomiten Südtirols ebenso wie der Himalaya-Kette Nepals, vom Dhaulagiri im Westen bis hin zum Kangchendzönga im äußersten Osten.

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