Lebt das Christkind hinterm Mond?
- Buchbesprechungen / Unterhaltung
- Donnerstag, 08. Dezember 2011

Manchmal beneide ich meine Tochter mit ihren sieben Jahren, nicht weil sie ihr Leben noch vor sich hat, wie man so schön sagt, vielmehr wegen ihrer Unbekümmertheit. Weihnachtsgeschichten, Adventsgedichte, Lieder und Filme, alles saugt sie auf wie ein Schwamm. Sie macht sich ihr Bild ohne gleich alles in Frage zu stellen wie wir Erwachsene es so gerne tun. Das Wunder von Weihnachten wahrnehmen, die Adventsstimmung genießen, vielen von uns ist dies doch schon längst abhanden gekommen.
Vielleicht waren es diese oder ähnliche Gedanken, die Österreichische Journalistinnen dazu brachte über die schönste Zeit des Jahres zu schreiben. Österreichische Journalistinnen, nein keine Angst es ist kein Buch über Alpenländische Weihnacht. Wobei diese in ihrer traditionellen Form wunderschön und genussvoll ist. Die Stade Zeit, die uns allen so gut tut, wird aber auch in diesem Buch wunderbar transportiert. Journalistinen, die im Normalfall die Fragen stellen, antworten hier auf Fragen wie: „Lebt das Christkind auf dem Mond?“ und sprechen über persönliche Begegnungen mit dem Christkind.
Herausgekommen sind 54 herzenswarme, heitere und zuweilen auch nachdenklich machende Geschichten: Von brennenden Christbäumen wird da erzählt, von der Suche nach dem Christkind, von den sehnsüchtigen Wünschen der Kinder, von den nostalgischen Erinnerungen der Großmütter, von den kleinen und großen Wundern, die Menschen einander in dieser Zeit bereiten. Das Buch erzählt aber auch von widerspenstigen Truthähnen, von überlaufenden Campingklos, von Hunden, Katzen, Mäusen und Karpfen. Und es erzählt vom Zauber, der dem Weihnachtsfest innewohnt und der uns – Stress hin, Stress her – ja doch jedes Jahr aufs Neue einfängt.
Wo immer das Christkind auch wohnen mag: Hier winkt es uns freundlich zu.
Umfang 180 Seiten
Format 21x21 cm
Bindung Hardcover, wattiert
Preis 19,95 €
ISBN 978-3-7025-0657-5

