Filmbesprechung Bergblut - Südtiroler Historiendrama

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Filmbesprechung Bergblut - Südtiroler Historiendrama

Zur Veröffentlichung des spannenden Historiendramas BERGBLUT am 22. September 2011 durch die Firma Sunfilm Entertainment, verloste Wanderfreak 3 DVDs. Die drei Gewinner Claudia, Horst und Julia wurden bereits per eMail verständigt. Vielen Dank für die Zahlreichen Zuschriften. Wir werden bei Gelegenheit weitere Filme, die thematisch zu Wanderfreak passen verlosen. Aktuell finden Verlosungen zum Tegernsee Bergfilmfestival bei wanderfreak.de statt. Für alle, die nicht gewonnen haben, hier eine kurze Besprechung des Films.

Historiendrama Deutschland 2010 Laufzeit: 123 Min. FSK: ab 12 Jahre

Inga Birkenfeld Wolfgang Menardi Anton Algrang
Regie: Philipp J. Pamer Vertrieb: Sunfilm Entertainment



Inhalt

Opulent inszenierte Historiendrama der Tiroler Aufstände unter der Führung von Andreas Hofer 1809 aus der Perspektive einer jungen Frau.

Während der Napoleonischen Kriege lernt Katharina eine Arzttochter aus einer angesehenen Augsburger Familie den jungen Wanderhandwerker Franz aus Südtirol kennen und lieben. Nach anfänglichen Einwenden, erhalten die beiden Liebenden den Segen von Katharinas Eltern und heiraten. Das Glück der Beiden ist allerdings nur von kurzer Dauer und es bleibt für Beide lediglich die Möglichkeit nach Südtirol zu gehen. Katharina gibt den Wohlstand und die Sicherheit des elterlichen Hauses auf und begibt sich mit ihrem Ehemann Franz nach Südtirol auf den Bergbauernhof seiner Eltern. Vom ersten Tag an muss Katharina um die Anerkennung ihrer Schwiegereltern kämpfen und als sich Franz mit einem seiner Brüder Andreas Hofer anschließen und mit diesem in einen aussichtslosen Kampf gegen Bayern und Franzosen zieht, bricht Katharinas Glück endgültig in zwei. Als Krankenschwester kümmert sie sich aufopferungsvoll um die aus dem Krieg zurückkehrenden Verwundeten.

Kritik

Der mit dem Bayern3-Publikumspreis beim Filmfest in München ausgezeichnete Film überzeugt von Beginn an, denn er schafft es die Kriegszeit Anfang des 19. Jahrhunderts über die persönliche Geschichte der Katharina aus Bayern und des Südtirolers Franz zu erzählen. Auch wenn der Filmtitel „Bergblut“ anderes erwarten lässt, der aus Südtirol stammende Regisseur Philipp J. Pamer kommt bei seinem Hochschulabschlussfilm nahezu gänzlich ohne Schlachtszenen aus.

Es ist ein düsteres Historiendrama, keine Frage. Aber der Film wirkt durchgehend realistisch, genau so kann es statt gefunden haben. Beeindruckend sind die außergewöhnlichen Landschaftsbilder, die selbst in einer so wunderbaren Landschaft wie Südtirol nur von ausgezeichneten Filmemachern einzufangen sind. Dies zeugt von einem geschulten Auge des Regisseurs und des jungen Kameramanns Namche Okon für wunderschöne Bilder und Naturaufnahmen. Mit ihnen und der gefühlsbetonten Geschichte schafft er es, das Publikum schnell für sich zu gewinnen.

Im Mittelpunkt stehen die kargen Lebensbedingungen auf dem Bauernhof, die Angst der Südtiroler vor allem Fremden, aber auch der Wille des Bergvolks zur Unabhängigkeit, der sich noch heute in der Verehrung des Andreas Hofers in Südtirol widerspiegelt.

Insgesamt ein empfehlenswerter Film, der Gefühl, Historie und wunderschöne Naturaufnahmen verbindet. Lediglich im 3. Drittel gewinnt die Geschichte des Andreas Hofers für meinen Geschmack etwas zu sehr die Oberhand, aber so wirklich stört es da wohl niemanden mehr.