Wankbahn

Garmisch Partenkirchen Wankbahn Zugspitze

Der Garmisch-Partenkirchner Sonnenberg

Das Bergauf und Bergab ist am Wank ganz bequem, zumindest wenn man die Gondelbahn nimmt. Diese Variante wählt der Großteil der Wankbesucher und übersieht dabei, dass der Garmisch-Partenkirchener Panoramaberg am Südrand des Estergebirges viel mehr bietet als einen ungehinderten 360-Grad-Rundblick. Nur wer am Wank zu Fuß unterwegs ist, wird die traumhaft angelegten, schmalen Steige entdecken, die immer wieder neuen Ausblicke genießen, die üppige Flora bewundern – und sich über die Ruhe auf den Wegen freuen. Die sind nämlich keineswegs überlaufen, wie man bei so einem erstklassigen Aussichtsberg annehmen dürfte.

Kurzinfo

Bergbahn: Wankbahn; Kleinkabinenbahn. Info: www.zugspitzbahn.de, Tel. +49 8821 797-0. 

Preise (Sommer 2014, 1 Erw.): 12,50 € Berg/19,50 € Berg&Tal.

Talort: Garmisch-Partenkirchen, 707 m.

Tourist-Information: Tel. +49 8821 180700

Anfahrt / Parken: Auf der A95 bis Autobahn ende und weiter nach Garmisch-Partenkirchen (707 m) zur Talstation der Wankbahn. Mit Bahn und Bus: vom Bahnhof Garmisch-Partenkirchen mit dem Ortsbus (Linie 4 und 3/5) zur Talstation der Wankbahn.

Talstation: 740 m.

Bergstation: 1762 m.

Sommer-Betriebszeiten: Mai bis Anfang November 8.45–17 Uhr (letzte Bergfahrt 16.30 Uhr), November von 8.45–16.30 Uhr (letzte Bergfahrt 16 Uhr).

Tourencharakter: Im Gipfelbereich breite und gemütliche Wanderwege, ansonsten problemlose Wanderung auf sehr schönen Steigen und Wegen. Kurze Anstiege, langer Abstieg.

Kinder: Der Wank ist der perfekte Familienberg. Auf den breiten Wanderwegen am Gipfelrücken besteht keinerlei Gefahr, viele können sogar mit dem Kinderwagen genutzt werden. Der Blick hinüber zur Zugspitze mit dem Höllentalferner begeistert auch Kinder, wobei die auch mit Freude das Naturkino aufsuchen und letztlich am großen Spielplatz vor dem Wankhaus hängen bleiben.

Einkehr / Übernachtung: Sonnenalm in der Bergstation der Wankbahn (1740 m, während der Betriebszeiten der Gondelbahn geöffnet, www.zugspitze.de), Wankhaus (1780 m, bewirtschaftet von Anfang Mai bis Mitte November, 34 Schlafplätze, Tel. +49 8821 56201, www.becker-stoll.de), Gamshütte (937 m, ganzjährig bewirtschaftet, Montag Ruhetag, Tel. +49 8821 3457).

Wintertipps für Nicht-Skifahrer: Die Wankbahn ist nur während der Weihnachts- und Faschingsferien in Betrieb. Eine kurze Wanderung führt zum Wankhaus, für längere Touren Richtung Ameisberg oder Roßwank benötigt man Schneeschuhe.

Abstieg über die Eckenhütte

3.15 Std., 110 Hm (hoch), 1130 Hm (abwärts)

Der Wank ist ein von der Sonne verwöhnter Gipfel und Dank seiner isolierten Lage über Garmisch-Partenkirchen d e r Aussichtsberg schlechthin. Egal ob Richtung Wetterstein, Karwendel, Bayerische Voralpen oder hinaus ins Flachland, die Aussicht ist grenzenlos. Blickfang ist natürlich die Zugspitze – und die begleitet einen beim Abstieg über die Eckenhütte auf Schritt und Tritt.

Beim Bergauf mit der Wankbahn hat man Zeit, viel Zeit um den Blick auf Zug- und Alpspitze zu genießen und hier und da bereits einen kurzen Blick auf die Serpentinen des Abstiegswegs zu werfen, der über die Südwestseite des Wank bergab führt. Vor dem Abstieg steht jedoch noch ein kurzer Anstieg, schließlich steht die Bergstation der heutigen Wankbahn kurz unter dem Gipfel. Die erste, 1929 eröffnete Wankbahn führte als Großkabinenbahn bis fast auf den höchsten Punkt, die Fundamente der Station sind noch heute zu erkennen. Also raus aus der Bergstation, links halten, dem Wegweiser »Wankhaus« folgen und am Naturkino, einem Aussichtspunkt mit Holzbank und -hocker, vorbei zum Wankhaus. Gleich dahinter erreicht man das wunderschöne Gipfelkreuz des Wank (1780 m). Der Abstieg führt über den Rücken Richtung Ameisberg zu einer Wegkreuzung, bei der man noch die Möglichkeit hat, links einen Abstecher zum Farchanter Kreuz (1749 m) zu machen oder rechts den Rundweg Ameisberg abzulaufen, auf dem Holzliegen zum Sonnenbad einladen. Ansonsten zweigt man im spitzen Winkel nach rechts ab und quert den Wank auf einem breiten Spazierweg östlich zurück zur Bergstation. Dort folgt man dem Wegweiser »Eckenhütte« auf einen schönen Steig, der an der Bergsta tion vorbei unter die Trasse der Wankbahn führt und dort anfangs in vielen kleinen, später in weiten Serpentinen durch die sonnigen Südwesthänge bergab führt. Etwa auf Höhe der Mittelstation der Wankbahn erreicht man einen Querweg, folgt diesem nach links und steigt über wunderschöne Wiesen ab zur Eckenhütte (1061 m), einem der schönsten Aussichtspunkte auf Garmisch-Partenkirchen und das Wettersteingebirge. Noch ein paar Serpentinen weiter unten steht man vor der Gamshütte, einer Einkehrmöglichkeit oberhalb der wilden Schalmeischlucht, die beim weiteren Abstieg gequert wird. Dem Wegweiser »Wankbahn-Talstation« folgend steigt man in einigen Serpentinen ab in die Schlucht und überwindet dort (Ww.) auf einem nach einem größeren Erdrutsch neu angelegten Steig den gefährdeten Bereich. Gleich danach hat man wieder einfaches Gelände erreicht, quert flach hinaus auf einen Rücken und zu einer Wegverzweigung bei einer Bank. Rechts haltend (Ww.) führt der Spazierweg, der eher einer Promenade ähnelt, zur Wallfahrtskirche St. Anton, die etwas oberhalb von Partenkirchen steht und von der aus man einen Traumblick über die Stadt auf das Wettersteingebirge genießt. Oberhalb der Kirche vorbei auf eine Teerstraße und rechts zum Berggasthof Panorama. An diesem vorbei zum Kletterwald und auf einer Straße, am Schluss auf einem Weg zur Talstation der Wankbahn.

Mit freundlicher Genehmigung des Rother Bergverlages
Rother Wanderbuch Seilbahn-Wanderungen Bayerische Alpen von Stefan Herbke ISBN 978-3-7633-3126-0

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Über den Autor

Jörg Bornmann

Als ich im April 2006 mit Wanderfreak an den Start ging, dachte noch keiner an Blogs. Viele schüttelten nur ungläubig den Kopf, als ich Ihnen von meinem Traum erzählte ein reines Online-Wandermagazin auf den Markt zu bringen, welches eine hohe journalistische Qualität aufweisen kann, eine Qualität, die man bisher nur im Printbereich kannte. Mir war dabei bewusst, dass ich Reisejournalisten und Spezialisten finden musste, die an meine Idee glaubten und ich fand sie.