Löwenzahn (Taraxacum officinale)

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Löwenzahn (Taraxacum officinale) 

kennt wohl jedes Kind und gerade in Bayern ist der Löwenzahn weit verbreitet.
Die ersten Triebe im Frühjahr sind besonders zum Genuss geeignet. Wie bei allem was man in der Natur zum Verzehr sammelt, sollte man auch beim Löwenzahn darauf achten, dass man auf unbehandelten Flächen pflückt und auch möglichst nicht den Bereich neben Straßen zum sammeln wählt.

Der Löwenzahn (Taraxacum officinale) ist eine der in Europa, Asien und Nordamerika am häufigsten beheimateten Pflanze. Er wächst auf Wiesen, in Gärten und an Wegrainen. Der Löwenzahn wird in der Heilkunde vielseitig eingesetzt. Der Milchsaft wurde früher sogar zur Behandlung von Augenkrankheiten genutzt. In der Volksheilkunde wird der Löwenzahn zur Blutreinigung, bei rheumatischen Erkrankungen, Lebererkrankungen usw. angewandt.

Er wirkt als Cholergikum (Gallenmittel) magensaftanregend, fördert die Funktion der Galle und regt die Ausscheidung über Leber und Niere an.

Löwenzahn lässt sich in verschiedenster Form genießen. Vor allem die jungen Blätter und Blüten, aber auch die Wurzel sind in verschiedenster Weise zu nutzen. So findet man in der einschlägigen Literatur Rezepte zu Löwenzahn-Kaffee, - Sekt, - Bier, - Likör, -Gelee und -Schnaps.

Zwei Möglichkeiten möchte wir Euch hier vorstellen.

Die jungen Löwenzahnblätter eignen sich hervorragend als Salat. Wichtig ist, dass man sie vor der ersten Blüte sammelt, zum einen werden die Blätter mit zunehmendem Alter immer härter, zum anderen bilden sich in der Pflanze immer mehr Bitterstoffe. Auch als „Rucola-Ersatz“ verwende ich den frischen Löwenzahn auf Pizza oder Carpaccio, das gibt den Gerichten eine besondere Note. Für Löwenzahnsalat gibt es die unterschiedlichsten Rezepte. Allen gleich ist das man die jungen Blätter in mundgerechte Stücke zupft.

  1. neben ca. 500g  Blättern fügt man hier die Knospen zu. Separat stellt man ein Dressing aus 1 Knoblauchzehe, 3 El Salatöl (ich empfehle hier Kürbiskernöl), es geht aber auch jedes andere), 1 El Zitronensaft, 1,5 El Apfelessig, Salz und Pfeffer her. Dies fügt man über den Salat. Man kann jetzt noch etwas Estragon oder Kerbel hinzufügen.
  2. die etwas mediterrane Zubereitung, bei wiederum ca. 500 g Löwenzahn füge ich 3 Frühlingszwiebeln (in Ringe geschnitten) und 1 Bund Radieschen (in Scheiben) hinzu. Eine Knoblauchzehe fein hacken und darüber streuen. Mit Salz und Pfeffer würzen und Balsamicoessig und Olivenöl mischen.
  3. 500 g Löwenzahnblätter und 2 Schalottenzwiebeln (klein würfeln) mischen. Aus 2 El Essig, 4 El Öl, Salz und Pfeffer separat eine Marinade rühren und diese dann mit 3 El saure Sahne gut vermengen, danach über den Salat geben.

Neben diesen Rezepten kann man aus Löwenzahn auch Wein machen. Hierzu braucht man 4 Liter junge Löwenzahnblüten, 4 Liter Wasser, 1 Orange, 1 Zitrone 2 kg Zucker und ½ Kaffeetasse Hefe.

Zu den vier Litern Löwenzahnblüten, gießt man das Wasser und fügt die Schale der Zitrone und der Orange hinzu. Danach wird das ganze 20 Minuten gekocht in ein Gefäß mit großer Öffnung abgeseiht und Zucker und Orange hinzugefügt. Wenn das ganze lauwarm ist fügt man die Hefe hinzu und stellt das Ganze an einen dunklen Ort, wo es vier bis fünf Tage gären muss. Danach zieht man dies auf Flaschen und stellt es wiederum für zwei Wochen in den Keller. Wichtig dabei, dass die Flaschen nur leicht verschlossen sind, damit die Gärgase entweichen können. Das entstandene Getränk ist kristallhell und schmeckt ausgezeichnet.