Die Felsgravuren des Valle Camonica

Das Wander- und Radparadies Valle Camonica nennet man auch das ‚Tal der Zeichen‘ - (c) Jörg Bornmann

Bei der Frage, wo man die erste italienische UNESCO-Weltkulturerbestätte findet, denkt sicherlich kaum jemand an das idyllische Valle Camonica. Ein Tal in der Lombardei, dass sich von der Schweizer Grenze vom Tonalepass in südlicher Richtung bis zum Iseosee zieht. Ein Paradies für Wanderer und Radler. Ein Abstecher zu den Felsgravuren bei ‚Capo di Ponte‘ ist ein Muss.

Denn genau um diese Felsgravuren geht es, wenn wir die erste Weltkulturerbestätte Italiens (seit 1979) besuchen. Das gesamte Tal ist unter Fachleuten für die Felsgravuren für den außergewöhnlichen Reichtum und die Vielfalt der Felsgravuren bekannt. Und so ist es kein Wunder, dass man das Valle Camonica auch das ‚Tal der Zeichen‘ nennt. Der ‚Parco Nazionale delle Incisioni Rupestri di Naquane‘ strahlt eine einzigartige Faszination auf die Besucher aus. Ein Ort mit einem besonderen Charme, an dem Mensch und Umwelt seit prähistorischen Zeiten aufeinander einwirken.

Bei einem Spaziergang durch die archäologischen Parks des Valle Camonica kann man Jäger, Krieger und Bauern, Karren und Pflüge, Pferde, Ochsen, Rehe, Wasservögel und Hunde, Hütten und mittelalterliche Türme bewundern, über 12.000 Jahre Geschichte. Das besondere ist, dass die Felsgravuren aus zahlreichen Epochen der Menschheitsgeschichte stammen. Eine Reise durch die europäischen Zeitalter von prähistorischer Zeit, durch die Jahrhunderte des Römischen Reiches, das Mittelalter bis an die Schwelle des 20. Jahrhunderts. Besonders beeindruckt den Laien jedoch die Vielzahl der gravierten Motive und die große Anzahl von Gravuren.

Die Entdeckung der Felsgravuren geht zurück auf das Jahr 1909, als Gualtiero Laeng einen Bericht an das Nationalkomitee für Landschafts- und Denkmalschutz des Italian Touring Club hörte, in dem er das Vorhandensein von Gravuren in der Stätte von Cemmo berichtete. Natürlich lockte dies sofort zahlreiche forscher und Gelehrte ins Valle Camonica. Des Rock-Art-Phänomen beschäftigt diese bis heute.

Einen Eindruck über die mehr als 100-jährige Forschung kann an ebenfalls beim Besuch des Weltkulturerbes gewinnen. Der Besucher kann sich zwischen geführten Rundgängen und einer Erkundung auf eigene Faust entscheiden. Zahlreiche Tafeln erklären die jeweiligen Gravuren, das Alter, Technik und den historischen Hintergrund. Sie führen den Besucher in dieses faszinierende kulturelle Erbe ein, in dem Kunst mit der Geschichte, Religion und den Gefühlen des Menschen verflochten ist. Gruppen entscheiden sich meist für einen persönliche Führung, da der Guide weitere Einblicke gewähren kann und selbstverständlich auch viele Fragen sofort beantworten kann.

Egal, wie man sich entscheidet, der Besuch dieser Orte ist jedoch ein grundlegender Schritt, um diese aufregende Zeitreise persönlich zu erleben.

Weitere Informationen, Öffnungszeiten und Eintrittspreise finden Sie hier für Sommer und Winter.

Weitere Infos
Brecia-Tourism www.bresciatourism.it

Anreise
Das Valle Camonica kann man mit dem Auto über die Schweiz oder vom Gardasee über Brecia erreichen. Oder man reist bequem mit dem Zug von Brescia an. Die Bahn schlängelt sich entlang des östlichen Randes des Lago d'Iseo. Danach folgt sie dem Fluss Oglio nach Edolo. So kann man sich bereits bei der Anreise von diesem traumhaften Tal gefangen nehmen lassen.

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Das Wander- und Radparadies Valle Camonica nennet man auch das ‚Tal der Zeichen‘ - (c) Jörg Bornmann
Das Wander- und Radparadies Valle Camonica nennet man auch das ‚Tal der Zeichen‘ - (c) Jörg Bornmann
Das Wander- und Radparadies Valle Camonica nennet man auch das ‚Tal der Zeichen‘ - (c) Jörg Bornmann
Das Wander- und Radparadies Valle Camonica nennet man auch das ‚Tal der Zeichen‘ - (c) Jörg Bornmann
Das Wander- und Radparadies Valle Camonica nennet man auch das ‚Tal der Zeichen‘ - (c) Jörg Bornmann
Das Wander- und Radparadies Valle Camonica nennet man auch das ‚Tal der Zeichen‘ - (c) Jörg Bornmann
Das Wander- und Radparadies Valle Camonica nennet man auch das ‚Tal der Zeichen‘ - (c) Jörg Bornmann
Das Wander- und Radparadies Valle Camonica nennet man auch das ‚Tal der Zeichen‘ - (c) Jörg Bornmann
Das Wander- und Radparadies Valle Camonica nennet man auch das ‚Tal der Zeichen‘ - (c) Jörg Bornmann
Das Wander- und Radparadies Valle Camonica nennet man auch das ‚Tal der Zeichen‘ - (c) Jörg Bornmann
Das Wander- und Radparadies Valle Camonica nennet man auch das ‚Tal der Zeichen‘ - (c) Jörg Bornmann
Das Wander- und Radparadies Valle Camonica nennet man auch das ‚Tal der Zeichen‘ - (c) Jörg Bornmann
Das Wander- und Radparadies Valle Camonica nennet man auch das ‚Tal der Zeichen‘ - (c) Jörg Bornmann
Das Wander- und Radparadies Valle Camonica nennet man auch das ‚Tal der Zeichen‘ - (c) Jörg Bornmann
Das Wander- und Radparadies Valle Camonica nennet man auch das ‚Tal der Zeichen‘ - (c) Jörg Bornmann
Das Wander- und Radparadies Valle Camonica nennet man auch das ‚Tal der Zeichen‘ - (c) Jörg Bornmann
Das Wander- und Radparadies Valle Camonica nennet man auch das ‚Tal der Zeichen‘ - (c) Jörg Bornmann
Das Wander- und Radparadies Valle Camonica nennet man auch das ‚Tal der Zeichen‘ - (c) Jörg Bornmann
Das Wander- und Radparadies Valle Camonica nennet man auch das ‚Tal der Zeichen‘ - (c) Jörg Bornmann
Das Wander- und Radparadies Valle Camonica nennet man auch das ‚Tal der Zeichen‘ - (c) Jörg Bornmann
Das Wander- und Radparadies Valle Camonica nennet man auch das ‚Tal der Zeichen‘ - (c) Jörg Bornmann
Das Wander- und Radparadies Valle Camonica nennet man auch das ‚Tal der Zeichen‘ - (c) Jörg Bornmann
Das Wander- und Radparadies Valle Camonica nennet man auch das ‚Tal der Zeichen‘ - (c) Jörg Bornmann
Das Wander- und Radparadies Valle Camonica nennet man auch das ‚Tal der Zeichen‘ - (c) Jörg Bornmann