Goaslschnöllen mit den Oachner Goaslschnöller

Es kracht und tuscht, es knallt und schnalzt. Die Goaslschnöller sind schon fleißig am trainieren, denn in Südtirol wird fast das ganze Jahr gekracht und geschnöllt.

Das Goaslschnöllen ist in Südtirol eine alte Tradition, die Hirten auf den entlegenen Almen verständigten sich allein durch den Peitschenknall.

Die Fuhrleute setzten bei der Einfahrt in Ortschaften die Peitsche ein und durch die verschieden Knallfolge mit Vorhand, Rückhand oder Doppelschlag konnte man die verschieden Fuhrwerke unterscheiden und auch beim Viehtrieb wurde das Goaslschnöllen eingesetzt.

 


Physikalisch entsteht der Knall der Goasl durch die Überschall schnelle Bewegung des Endes der Peitschenschnur, dem Schmitzel. Eine Goasl besteht aus dem Stiel, der Schnur und eben dem Schmitzel.

Goaßlschnöllen hat im gesamten Bayrisch-Östereichischen Bereich eine lange Tradition und alljährlich wird am 1.Mai im gesamten Tiroler Raum mit den Goaslschnöllen der Winter ausgetrieben. Tradition muss gelebt werden sonst stirbt sie aus und man kann nur noch Beschreibungen in Museen bewundern. So schlossen sich in Völser Aicha einige Jugendliche zu einer Goaslschnöller Gruppe zusammen und pflegen dieses Brauchtum bei Kirchtag, Primiz, Hochzeit usw..


Jeden Dienstag trifft man sich beim Berggasthof Schönblick in Völser Aicha zur Übungsstunde. Besucher und Zuschauer sind dabei immer herzlich willkommen und wenn es die Zeit erlaubt kann man selbst auch einmal versuchen die Peitsche zu schwingen. Aber aufgepasst, man fügt sich trotz fachkundiger Anleitung schnell den ein oder anderen Striemen zu.

Für weitere Infos und Übungstermine einfach eine Mail an info@voelseraicha.it . Weitere Infos zu Veranstaltungen wie den Südtiroler Meisterschaften findet man unter www.goasslschnoeller-lsg.bz .

 

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